teutoRADIO
- The Story So Far
teutoRADIO war Anfang 2001 nichts mehr als
die Idee einiger engagierter Radiomacher, die etwas „Eigenes“
auf die Beine stellen wollten. Andreas Kannenberg, Björn
Geise, Daniel Uhlenhaut, Rüdiger Pahl und Thomas Tepe steckten
zwar in ihren Sendungen bei Radio Herford, Radio Westfalica
und/oder dem Offenen Kanal Osnabrück, allerdings war ihr
Einfluss immer nur auf die entsprechenden Sendungen beschränkt.
Nach ausgiebigen Vorgesprächen entstand ein Internetportal,
in dem zunächst testweise Inhalt und Streams hinterlegt
wurden, Livesendungen gab es zunächst nur sporadisch. Trotz
dieses Betriebes quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit
gab es zahlreiche Klicks auf der Seite und auch der Stream wurde
regelmässig genutzt.
Im Sommer
2001 gab es dann den offiziellen Knopfdruck. Ab diesem
Datum wurden dann Livesendungen nach festem Schema ausgestrahlt,
die Homepage wurde regelmässig mit aktuellen Inhalten gefüllt.
Sendungen wie die „clubNIGHT“, der „VfL-Report“,
„3 nach 8 – Die Afterworkshow, oder die „DiscoClassics“
fanden schnell ihre Stammhörer. Auch das Nons Stop-Musikprogramm
tagsüber erfreute sich grosser Beliebtheit.
Im Juli 2001 erhielt die hinter teutoRADIO
stehende Kannenberg GmbH eine Sendelizenz von der Landesanstalt
für Kommunikation Baden-Württemberg (LfK). Mit dieser
Lizenz wurde ermöglicht teutoRADIO sein Programm über
UKW, Mittelwelle, Satellit und Kabel zu verbreiten.
Ab Herbst
2001 wurde teutoRADIO ins Kabel eingespeist. Zunächst
wurden 100.000 Haushalte in Stadt und Landkreis Osnabrück
versorgt, wenige Wochen später wurde der Kabelkreis Minden-Lübbecke
dazugeschaltet. Insgesamt konnten auf diesem Wege knapp 200.000
Haushalte den Sender empfangen, der Raum Osnabrück/Minden/Lübbecke
wurde Kernzielgebiet. Zeitgleich
wurde im Einkaufszentrum „Werrepark“ in Bad Oeynhausen
ein Studio eingerichtet. Dort wurde u.a. die „teutoRADIO
clubNIGHT“ produziert, die übrigen Liveshows kamen
fast ausschliesslich aus einem Privatstudio in der Nähe
von Osnabrück. Das Nonstop Musikprogramm wurde in den Räumen
des Lizenzhalters (Kannenberg GmbH) gestaltet.
Im Januar
2002 wurde ein gläsernes Hauptstudio in Osnabrück
errichtet. In der UFA-Passage in der Johannisstrasse wurde konnte
man ab sofort die Sendeabwicklung und die Produktion einzelner
Beiträge beobachten. Der „richtige“ Sendebetrieb
wurde einige Wochen später aufgenommen, auch das Nonstop
Musikprogramm wurde ab dieser Zeit aus Osnabrück gefahren.
Im
Laufe des Jahres 2002 gab es Versuche eine terrestrische
(UKW-) Frequenz zu bekommen. Zum Einen war ein Veranstaltungsradio
im Rahmen der Osnabrücker „Maiwoche“ geplant,
die dafür geplante Frequenz 95,3 MHz ging aber an die dritte
niedersächsischen Privatsender Radio 21. Zum Anderen wurde
versucht ein Einrichtungsfunk für die Osnabrücker
UFA-Passage einzurichten, der das gleiche Programm drahtlos
in alle Kinosäle übertragen sollte. Die Niedersächsische
Landesmedienanstalt wies einen entsprechenden Antrag aber mit
dem Hinweis auf eine drahtgebundene Versorgung der Einrichtung
zurück.
Zum Jahresende
2002 wurde die Kabelverbreitung eingestellt.Das Hauptverbreitungsgebiet
war ab dem 01.01.2003 das Internet.
Am 1.
April 2005 trat eine neue GVL-Verordnung für Internetradios
in Kraft. Die Vergütung wurde um ein Vielfaches erhöht,
das Senden im Internet wurde teurer. Jeder Sender erhielt von
der GVL einen neuen Abrechnungstarif. Da eine kommerzielle GmbH
hinter teutoRADIO stand, sah der Tarif einen jährlichen
Betrag vor, der weit im vierstelligen Bereich lag. Eine Summe
die ohne echte Einnahmen nicht zu stemmen war, mangels Menpower
war eine gross angelegte Werbekundenakquise auch nicht machbar.
Da unter diesen Rahmenbedingungen kein kommerzielle und auf
Gewinn ausgerichteter Betrieb möglich war, übernahm
der frisch gegründete Verein „Radiofreunde Osnabrück
e.V.“ die Abwicklung des Sendebetriebes. Dank der gemeinnützigen
und nichkommerziellen Ausrichtung des Vereins verringerte sich
die Summe in einen Bereich, der durch Mitgliedsbeiträge
aufgefangen werden konnte.
Anfang
2006 verliessen immer mehr Mitglieder den Verein "Radiofreunde
Osnabrück e.V.". Dadurch fehlte nicht nur Menpower,
sondern die finanziellen Mittel um die GVL-Gebühren tragen
zu können. Auf der letzten Mitgliederversammlung des Vereins
im März 2006 wurden Einstellung des Sendebetriebes in der
bisherigen Form und die Auflösung des Vereins beschlossen.
Am 31.03.2006 um 23.59 endete das erste Kapitel von teutoRADIO.